TEXTILKUNST    Beate Baberske0
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Paramentik

Paramentik ist der i-Punkt für den Kirchenraum

Dr. Klaus Raschzok, Professor für praktische Theologie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau erklärt das Aufgabengebiet der Paramentik bei seinem Vortrag zur Eröffnung der Ausstellung der Paramentik Neuendettelsau am 10.7.2012 im Laden der Diakonie Neuendettelsau in der Augustinerstrasse 11 in Nürnberg so:

"Aufgabe der Paramentik nach Wilhelm Löhe ist, dazu anzuleiten, im Haus des Herrn sachgerecht zu wandeln und das für Schmuck und Pflege des Kirchenraumes erforderliche her- und bereitzustellen. Insbesondere zielt die Paramentik auf den Schmuck der heiligen Orte Altar, Kanzel und Taufstein als den Stätten der Christusbegegnung im Gottesdienst. Wilhelm Löhe nimmt dazu eine Transformation vom katholischen Priestergewand zum Schmuck der heiligen Orte vor. Geschmückt wird nicht mehr der Christus repräsentierende Priester, sondern der Ort, an dem Christus durch die Verkündigung und das christliche Handeln seiner Gemeinde begegnet. Abgeleitet wird der Begriff der Paramentik vom Lateinischen parare = bereiten. Es geht darum, den Kirchenraum zum Dienst für den Herrn der Kirche zu bereiten und damit mehr als nur ihn vorzubereiten, sondern zu durchdringen und selbstbewusst zu gestalten als eine eigenständige, dem damaligen Dienst des Pfarrers ebenbürtige und gleichgewichtige Aufgabe, die den Diakonissen zufallen sollte.

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V.

Paramentik heute versteht sich als angewandte Kunst, d.h. als hochwertiges Design. Sie zielt auf die Gestaltung von Kirchenräumen durch textile Kunst und leitet zu einembewussten Umgang mit dem Raum an. Dazu schließt sie sich an die aktuelle Formen-, Farben- und Materialsprache der zeitgenössischen Textilkunst an. Ihre Arbeit lässt sowohl Unikate wie serielle Produkte entstehen."

Weiterführende Literatur:  

Vom Schmuck der Heiligen Orte Wilhelm Löhe, kommentierte Neuauflage, Hermann Schoenauer (Hrsg.), Leipzig 2008, ISBN 978-3-374-02645-6

 

Das Kirchenjahr

 

       

 

Das Kirchenjahr beginnt immer am 1. Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag. Es variiert jedes Jahr, weil Ostern immer nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert wird und andere Feste datumsbezogen sind.

Diese Spirale zeigt die Farbe der Tage ab dem 29.11.2015 bis eine Woche nach Trinitatis 2017. Die Sonntage sind hellgrün, grau, dunkelviolett und orange. Dazwischen finden sich immer 6 Filze in leichter Farbvariation für die Wochentage. Karfreitag und der Samstag danach sind schwarz, danach zeigen zwei graue Filzstreifen die Osterfeiertage an. Diese Stelle ist sehr markant und ein sehr guter Start für den Weg durch das Kirchenjahr.

 

Gern gebe ich Ihnen detailliert Auskunft zum Thema Kirchenjahr, auch als Fortbildung oder Gemeindenachmittag! 

Weiterführende Informationen finden Sie hier

 

 



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